Startseite
Brasilienbriefe
2007
Brief von Bischof Reinhard***
| Brief von Bischof Reinhard*** |
|
|
|
|
Liebe Freunde, Verwandte und Bekannte, Dennoch muss sich alles dem ständig Neuen stellen. So wird seit über einem Jahr in allen Pfarreien unsere 7. Diözesanversammlung vorbereitet, die vom 15. bis 18. November stattfinden wird: als Rückblick und Gewissenserforschung über die Zeit seit den beiden letzten (2001 und 2004), und als Aufbruch angesichts der während des Vorbereitungsjahres in den Pfarreien erarbeiteten Herausforderungen, und dies im Lichte des (allgemein sehr gelobten) Schlussdokumentes der 5. Generalversammlung der Bischöfe Lateinamerikas und der Karibik in Aparecida im letzten Mai. Die Ergebnisse können Sie im nächsten Jahr nachlesen. ieser Brasilienbrief geht nun auch denen zu, die bisher nur Elisabeths "grüne Briefe" erhielten. Vielleicht finden Sie darin Anliegen, Aktionen und Projekte, die Sie auch weiterhin unterstützen wollen. Sie können Ihre Spende weiterhin mit dem Zusatz "Hilfe zur Selbsthilfe" versehen; dann wissen wir, dass sie in besonderer Weise in Elisabeths Sinne verwendet werden müssen, z.B. im Diözesan-Solidaritätsfond, für die Arbeit mit Schulen, Lehrern und Kindern, im Gesundheitswesen oder für unsere Mönche, denen sie am Schluss gerne half, weil ihr in den Jahren immer klarer wurde: "Nur den Betern kann es noch gelingen. ..." Danken möchte ich auch dem Erzbistum Köln für die jahrelange großherzige, unentgeldliche Verwaltung Ihrer Spenden für das Bistum Coroatá. Im Zuge der Straffung der dortigen Verwaltung ist dies auf Dauer nicht mehr möglich. Wir danken von Herzen für diese wertvolle Hilfe, die unter Verantwortung von Prälat Michel die Abteilung Weltkirche des Erzbistums übernommen und bis jetzt - wohl unter Opfern - weitergeführt hat. Wie damals mit Köln hat der Mitbegründer der "Brasilienhilfe Bischof Pünder", Dr. Bernd Potthast, geholfen, dass sich jetzt MISEREOR bereit erklärt hat, diese Aufgabe zu übernehmen. Mein Neffe Barthel Pünder, Bankdirektor in Düsseldorf, wird an anderer Stelle erklären, was das konkret bedeutet. Ihm gebührt ein weiterer besonderer Dank für seine fachkundige und selbstlose Hilfe, die er in Verwaltung Ihrer Spenden in Deutschland schon bisher geleistet hat. Aber - wie Josef, Zacharias und Maria in der Kindheitsgeschichte Jesu – muss ich mir von einem "Engel" sagen lassen: "Fürchte Dich nicht …!" Es geht mir einfach so, wie Paulus es an die Galater geschrieben hat. Diese jungen Männer sind wie "meine Kinder" - schließlich habe ich die meisten von ihnen selber geweiht -, "für die ich von neuem Geburtswehen leide, bis Christus in euch gebildet wird" (Gal. 4,19). Darauf kommt es schließlich an und dazu muss die Begleitung und Lösung mancher Beziehungs- und anderer Krisen bei einigen Mitgliedern unseres Klerus letztlich führen. Gott Dank ist die große Mehrheit ja gesund und positiv eingestellt, so dass man echte Hoffnung haben kann, dass bis zum Erreichen meiner Altersgrenze 2014 Entscheidendes noch in Ordnung kommt. Aber das kann selbstverständlich nur mit ganz massiver "Hilfe von Oben" gelingen. Um diese den Himmel anzustürmen, bitte ich Sie und Euch dieses Mal ganz besonders. Die materielle Unterstützung ist eine angesichts der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Bundeslandes Maranhão wohl auf Jahre hinaus noch not-wendige Sache, aber die geistliche, die im Gebet, ist noch wichtiger, schließlich sagt der Herr: "Ohne mich könnt ihr nichts tun" (Joh. 15,5), aber auch "bittet und es wird euch gegeben werden" (Mat. 7,7). Als erstes muss ich selber ein heiligerer Bischof sein, mit noch viel mehr Geduld, Selbstbeherrschung, Klugheit, Hellsicht, Festigkeit und Mut. In diesem Sinne vertraue ich sehr auf Ihre und Eure Fürbitte und versichere ich umgekehrt die unsere – aus ganzem Herzen! Und nun ein reich gesegnetes Weihnachtsfest Zurück zum Inhaltsverzeichnis des Brasilienbriefs 2007 *** So gekennzeichnete Artikel unterscheiden sich in der Online-Ausgabe von der Print-Ausgabe! |



