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Brasilienbrief 2012

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Brief von Dom Sebastião (Advent 2015)

„In Einheit und Hoffnung” rufe ich Gottes Segen auf Euch herab.

NECESSIDADES E OPORTUNIDADES - NÖTE UND CHANCEN

Dom Sebastiao

Liebe Freunde,

es ist mir Freude und nicht nur Pflicht, Ihnen wieder einmal zu berichten von den Nöten und Bemühungen dieses Jahres, die wir hier in Brasilien, in Maranhão und unserer Diözese Coroatá durchlebt haben.

Nur mit Not gelang Präsidentin Dilma die Wiederwahl. Das Regieren scheint ihr nicht mehr zu gelingen. Ihre Popularität ist am Boden. Ständig kommen neue Korruptionsfälle von Mitgliedern ihrer Regierung auf den Tisch.

Das Leben wird immer teurer, ebenso die Energie- und Benzinkosten. Unsere Währung, der Real, verliert an Wert. Auf den Straßen Streiks und Demonstrationen. Die Zeitungen und das Fernsehen vermitteln uns das Bild eines Stillstandes, ohne dass eine Lösung in Sicht ist.

Die brasilianische katholische Kirche ruft das Volk auf, den Mut nicht zu verlieren, vielmehr die Ursachen zu bekämpfen, die dazu geführt haben. Wir brauchen eine grundlegende politische Reform, wieder stabiles Wachstum, Kampf gegen die wachsenden Ungleichheiten und die Korruption.

Gesundheits- und Bildungswesen müssen grundlegend verbessert und die sozialen Errungenschaften zugunsten der Armen dauerhaft gesichert werden. Diese leiden am meisten unter dem Versagen der politischen und ökonomischen Führungsschichten.

In unserem Bundesland Maranhão wurde - nach mehr als vierzig Jahren an der Macht - die Familie Sarney weggefegt.

Der neue Gouverneur hat sich offen gezeigt für den Dialog mit den verschiedenen Schichten der Gesellschaft einschließlich der Katholischen Kirche.

Er hat die Fazenda da Esperança in Coroatá besucht und gab einer wichtigen Landesstraße von Coroatá nach Vargem Grande den Namen „Dom Reinaldo Pünder“ zu Ehren von dessen Einsatz für die Wahrheit, Gerechtigkeit und Verteidigung der Ärmsten und Benachteiligten unserer Gegend.

Vor allem will er dafür kämpfen, dass unser Staat, der zu den am wenigsten entwickelten des ganzen Landes gehört, sich hocharbeiten und entfalten kann.

DiakoneIn unserer Diözese hat die geringe Zahl der Priester und das Fehlen der Präsenz der Kirche in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft meine Überzeugung gefestigt, dass wir bei uns ständige Diakone brauchen.

Nach gründlicher Vorbereitung habe ich dieses Jahr 16 verheiratete Männer zu ehrenamtlichen Diakonen weihen können: Lehrer, Landarbeiter, Verwaltungsangestellte, ... Sie wurden vom Volk mit Freuden angenommen. Es ist noch zu kurz um festzustellen, wie es sich tatsächlich auswirken wird. Bei meinem letzten Deutschlandbesuch fragte mich Frau Hildegard, die Schwester von Dom Reinaldo: „Was tun eigentlich die brasilianischen Diözesen, um den ärmeren unter ihnen zu helfen?“

Ich habe ihre Frage den anderen Bischöfen weitergegeben, und daraus entstand das Projekt „Gemeinschaft und Teilen“. Es hat inzwischen schon die Ausbildung von hunderten von Seminaristen unterstützt, darunter auch unsere. Gott sei gelobt.

Wenn wir auch im Moment viele Schwierigkeiten durchleben, sehe ich doch die Chance, dass aus dem derzeitigen Chaos ein neues brasilianisches Volk heranwächst, das die Krise durch eine Kultur der Ehrenhaftigkeit und gegenseitiger Verantwortung überwinden wird; dass die verschiedenen Führungsebenen zum Dialog finden; dass die Vorkämpfer auch einmal zurückstecken lernen zugunsten des Gemeinwohls, kraft der unglaublichen Fähigkeit des einfachen Volkes, mit Schwierigkeiten zurecht zu kommen.

Was die Kirche angeht, müssen wir darüber nachdenken, dass wir durch unsere Mitarbeiter in den Randbezirken stärker präsent werden, „barmherziger“, wie Papst Franziskus es uns nahelegt.

Wir müssen unsere Strukturen stärker ausbauen, sowohl was das Personal als auch was unsere finanziellen Mittel angeht, so schwach wir auch sein mögen. Aber wir dürfen ja mit dem mächtigen Beistand des Heiligen Geistes rechnen.

Wieder danke ich für Ihre/Eure Hilfe dieses Jahr und alle vorherigen, jedem einzelnen, Euren Familien und Gemeinschaften.

Ihr hättet es auch für Euch gut gebrauchen können, habt es aber unserer Kirche zugewandt. Ich hoffe weiter auf Eure Unterstützung und Euer Gebet.

Ihr/Euer bischöflicher Bruder
Dom Sebastião Bandeira,
Bischof von Coroatá

Bitte lesen Sie auch "Der Maler unseres Titelbildes".

 

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Letzte Aktualisierung:
11. Januar 2016

































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