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Brasilienbrief 2012

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Dom Sebastiao

Brief von Dom Sebastião (Advent 2013)

"Keine Angst! Raus in die Welt und dient!"
Papst Franziskus auf dem Weltjugendtag

Liebe Freundinnen und Freunde!

Immer noch hören wir in unseren Herzen die Worte, die Papst Franziskus in Rio de Janeiro zu den Jugendlichen aus aller Welt gesprochen hat, um ihnen Mut zu machen, immer mehr Jünger und Gesandte Jesu Christi zu sein.

Dieses wichtige Ereignis hat auch mir neue Kraft gegeben, und so freue ich mich, "die Freuden und Hoffnungen, die Trauer und die Sorgen" des Bischofs von Coroatá mit Ihnen und Ihren Familien, Ihren Gruppen und Pfarreien zu teilen, die uns in dieser oder jener Form im Lauf der Jahre begleitet und uns geholfen haben.

Als erstes möchte ich erinnern an Dr. Albrecht Pünder, den Bruder von Dom Reinaldo, der dieses Jahr verstorben ist. Ich konnte ihn im vergangenen Jahr noch im Krankenhaus besuchen. Jedem, der ihn kannte, gab er ein Zeugnis der Güte, Weisheit, klaren Urteils und großer Liebe zu unserer Kirche. Sicher gilt für ihn, was die Bibel sagt: "Er ging durchs Leben, indem er das Gute tat."

Kinder dieser Welt

Dieses Jahr waren die jungen Menschen die größte Sorge der Kirche in Brasilien. Den Weltjugendtag in Rio de Janeiro wollten wir nutzen, etwas zu tun, was sie glücklich macht. Sehr gern haben wir in unseren Pfarreien Repräsentanten aus den Diözesen München, Bamberg und Stuttgart aufgenommen. Sie trafen sich mit unseren jungen Leuten und ihren Familien und erfuhren mit ihnen zusammen die Freude Christ zu sein. Da wurden die Sprachschwierigkeiten zweitrangig; sie mochten sich einfach gegenseitig. Stolz erzählten sie dann, dass sie Jugendliche aus Deutschland zu Hause und in ihrer Pfarrei zu Gast hatten.

Dass und WIE Papst Franziskus in Brasilien war, war einfach fantastisch. Im Fußball sind wir Brasilianer Rivalen der Argentinier. Der Papst hat diese Beziehung einfach umgedreht. Seine offenen Arme, die Nähe und große Liebe zum einfachen Volk und die Echtheit seiner strengen, einfachen und armen Lebensführung luden uns alle ein, es ihm gleich zu tun. Die Wahrnehmung seines Besuches in Brasilien warf ein neues Licht auf unsere Kirche und stärkte ihre Glaubwürdigkeit in der Gesellschaft.

Ganz Brasilien wurde überrascht, als das Volk auf die Straßen ging und Veränderung einforderte. Es wurde deutlich, wie sehr die herrschende Klasse uns belügt. Für die Fußball-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr werden riesige Geldmengen investiert für teure Bauwerke, die niemand braucht, weil es den wirtschaftlichen Interessen der Großunternehmen dient, während der Massenverkehr, das öffentliche Schulwesen und die Gesundheitsversorgung vielerorts völlig unzureichend sind.

Zur gleichen Zeit nahmen die Landkonflikte in unserer Gegend zu. Einer Dorfgemeinde wurde die Kapelle niedergebrannt. Bewaffnete schossen auf Kleinbauern, die zurückkamen, um ihr Land wieder zu besetzen. Die Rechtsinstitutionen taten alles, was den Interessen der Großprojekte diente. Schuldige für den Versuch, Landarbeiter zu ermorden, wurden freigesprochen. Einem Priester wurde gerichtlich verboten, einige seiner Gemeinden zu besuchen, wo es Konflikte gab. Dank der Hilfe der Landpastoralkommission und eines Rechtsanwaltes konnten wir Widerstand leisten und Familien unterstützen, die von ihrem Land vertrieben werden sollten. Gerade rechtzeitig kam die Zusage einer großen Hilfe aus Deutschland, die uns dazu in die Lage versetzte.

Wir erweitern gerade die Reichweite unseres Radios, um die Verbindung zu den Menschen hier zu verbessern, damit sie ihrer Rechte noch stärker bewusst werden und das Evangelium sie erreichen kann. Der neue Sendeturm wurde finanziert durch Aktivitäten unserer eigenen Leute und kräftige Unterstützung sehr vieler Glaubensgeschwister aus Deutschland.

Wir möchten mit Ihnen auch die Freude teilen, dass unsere Freunde und Wohltäter Kartz-Bogislav und Cord-Jesko Baller am 16. Januar, dem dritten Todestag von Dom Reinaldo, die Insignien der Aufnahme in den Gregoriusorden überreicht bekommen, die ihnen durch das vatikanische Staatssekretariat gewährt wurden.

Fest vertrauen wir auf Gottes Treue und rechnen weiterhin mit der Hilfe so vieler lieber Menschen, um den Mut nicht zu verlieren, die Aufgabe weiter zu führen, die die Kirche uns anvertraut hat.

Ihnen allen meine herzliche Umarmung und dankbare Anerkennung für die vielfältige Verbundenheit mit uns hier. Allen wünsche ich in dieser kostbaren Zeit des Advents, dass er für Sie die bestmögliche Vorbereitung auf ein heiliges Weihnachtsfest werde.

Gott segne Sie.
Herzlich, Ihr Bruder
+ Dom Sebastião Bandeira

Bitte lesen Sie auch "Der Maler unseres Titelbildes". 

 

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Letzte Aktualisierung:
16. Februar 2014

































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