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Brasilienbrief 2012

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Brief von Dom Sebastião (Advent 2014)

„Amigo é coisa para se guardar do lado esquerdo
do peito, dentro do coração”
Canção brasileira

„Ein Freund, das ist etwas, das man links in der
Brust aufbewahren muss, mitten im Herzen.“
Brasilianisches Lied

GRATIDÃO E ESPERANÇA – DANK UND HOFFNUNG

Kinder dieser Welt

Im Stadion von Maracaná trafen beim total ausverkauften Weltmeisterschafts-Endspiel zwei große Fußballmannschaften aufeinander: Deutschland und Argentinien. Und trotz der vorangegangenen beschämenden Niederlage unserer brasilianischen Mannschaft mit 7:1 war die Mehrzahl der Fans innerhalb und außerhalb des Stadions auf Seiten der Europäer.

Dom Sebastiao

Sicher, Argentinien war der traditionelle Rivale, aber uns hatte beeindruckt, wie sich die deutsche Mannschaft hier bei uns verhielt: sie traten respektvoll auf, zeigten Solidarität mit den Schwächsten und Hochschätzung gegenüber dem brasilianischen Volk.

Als ich in diesem Jahr meine nun dritte Deutschlandreise machte, sah ich erneut bestätigt, was ich im Lauf der Jahre im Zusammenleben mit Ihrem liebenswerten Volk wahrgenommen habe: an allen besuchten Orten fand ich wieder die gleiche Gastfreundschaft, Aufmerksamkeit und Großherzigkeit.

Mit meiner Reise waren wieder verschiedene Anliegen verbunden: Eines war, die Diözesen zu besuchen, die anlässlich des Weltjugendtages Jugendliche nach Maranhão entsandt hatten. Wir trafen in München, Eichstätt und Bamberg sowohl mit den Jugendlichen als auch mit ihren in den Diözesen verantwortlichen Begleitern zusammen. Wir entwickelten Pläne, wie wir die entstandenen Beziehungen fortsetzen könnten. In einer Schule in Rheinberg erzählten die jungen Menschen von ihren Aktivitäten, die – in ökumenischer Zusammenarbeit – entstanden waren, nachdem Pfarrer und Pastorin ihnen die Realität im Land der Fußball-WM nahe gebracht hatten. Sodann wollte ich natürlich mit Gemeinden und Gruppen zusammentreffen, die unsere Diözese unterstützen - meist schon seit vielen Jahren. Nicht immer können es alle sein, die ich besuche*, aber ich habe sehr im Herzen, wie Sie alle mit Liebe und immer neuen Ideen Projekte in unserer Diözese unterstützen und danke Ihnen herzlich für jede einzelne Aktivität.

Ebenso wollte ich den kirchlichen Institutionen einen Besuch machen, die bei uns in Lateinamerika Projekte fördern**. Wieder sah ich, wie die deutsche Kirche hoch organisiert weltweit hilft. Auch wir in Brasilien haben schon viel Hilfe erhalten. Gott sei gelobt! Ich konnte auch wieder einige der Ordenshäuser besuchen, die hier in Maranhão Niederlassungen haben.

So hatte ich dieses Jahr die Freude, mit den Franziskanerinnen in Sießen und Reute zusammen zu sein und von den Ursulinen auf dem Calvarienberg empfangen zu werden. Wunderschöne Orte mit einer Spiritualität, die die Zeiten überdauert und in die Herzen der Besucher eindringt.

Wichtig war mir auch, Menschen wieder zu sehen, die mit uns in Coroatá persönlich sehr verbunden sind wie z.B. Paulo, der in seinen Briefen immer jeden einzelnen seiner Mitstreiter aufzählt. Dankbar erinnert sei an Pe. Paul Stapel, Pe. Aires, Maria Thielen und an Dom Reinaldos Familie, besonders Hildegard und Barthel, und an alle, die uns nach wie vor lebendig verbunden sind und, was sie nur können, zum Wohl des Volkes Gottes beitragen.

Jesko und Bogi Baller haben eine Woche ihre beruflichen Pflichten zurückgestellt, um mich zu den südlicheren Zielen zu bringen und zu übersetzen. Unsere Diözese hat dafür gesorgt, dass sie im Januar die Insignien des St. Gregoriusordens erhielten. Als Ausdruck unserer Dankbarkeit für ihre Arbeit zugunsten der Kirche, aber auch, um in ihnen alle Angehörigen und Freunde von Dom Reinaldo zu würdigen, die in all den Jahren unserem Volk, vor allem den Ärmsten, geholfen haben.

Von Herzen will ich mich auch bei denen bedanken, die - wie ich erfuhr -, anlässlich ihres Geburtstags oder eines Trauerfalls in der Familie auf Geschenke und Blumen verzichteten und stattdessen darum baten, die Aufwendungen unserer Diözese zugunsten unseres Einsatzes für das Leben zukommen zu lassen.

Ganz herzlich danke ich Ihnen allen, liebe Brüder und Schwestern in Deutschland. Nur zusammen mit Ihren und unseren eigenen pastoralen und finanziellen Anstrengungen in der Diözese kann ich meine Aufgaben erfüllen: das Evangelium zu verkünden; die bei uns immer noch ständig gegenwärtige soziale Exklusion zu bekämpfen; für die gute Ausbildung zukünftiger Priester und weiterer Mitarbeiter zu sorgen, und den Sekten, die sich auch bei uns immer breiter machen, wirksam entgegenzutreten.

Bei den Wahlen, die kürzlich stattfanden, dominieren zwar immer noch die wirtschaftlich Mächtigen, aber es zeigte sich dennoch deutlich der Wunsch des Volkes nach einem Wechsel zu besseren Zeiten. Die Sonne der Hoffnung auf bessere Tage hat neu zu strahlen begonnen.

Auf Sie alle, die Sie in irgendeiner Form teilhaben an unserer Geschichte, rufe ich Gottes reichen Segen herab und wünsche Ihnen schon jetzt ein glückliches Weihnachtsfest.

Ihr Bruder und Freund
Dom Sebastião Bandeira, Bischof von Coroatá

* In diesem Jahr waren es Gemeinden in Alpen, Bochum, Freiburg, Sonthofen, Höhenkirchen, Zollhaus und Bad Schwalbach, St. Peter und Paul in München-Feldmoching und Dreifaltigkeit in Wiesbaden.

** In diesem Jahr: Adveniat, Misereor, das Kindermissionswerk und „Kirche in Not“.

Bitte lesen Sie auch "Der Maler unseres Titelbildes". 

 

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Letzte Aktualisierung:
5. Januar 2015

































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